Wien-Reise März 2012

Gut gelaunt starteten wir am 14. März bei 7° plus für vier Tage nach Wien. Kaum auf dem Flughafen gelandet, mussten wir im Busparkhaus nach unserem Bus suchen, der uns zum Hotel fuhr. Die Koffer waren noch nicht richtig ausgepackt, da ging’s schon weiter zum Vespern nach Schloss Schönbrunn. Die Schlossführung wurde durch den sehr engagierten Führer mit vielen Anekdoten bereichert, der uns nach zwei Stunden in den Garten verabschiedete. Hier wartete die erste Besonderheit auf uns: der Leiter der Parkanlage führte uns durch (s)einen fast kahlen Park. Dadurch erfuhren wir die Besonderheiten des Heckenschnitts - wer achtet darauf, wenn alles grünt?

Durchgefroren kamen wir zum Abendessen in den „Blauen Esel“, von außen eine Kaschemme, aber der Wirt und das Wiener Schnitzel machten den ersten Eindruck wett.

Am Donnerstag fuhr unser Bus bereits um 7,45 Uhr vom Hotel ab zum Zentralfriedhof. Sehenswert die unterschiedlich gestalteten Gräber vieler Prominenter, die Geschichte dieses riesigen Friedhofes und die schöne Kapelle. Nächstes Ziel war eine Führung durch einige UNO-Gebäude und dann machten wir dem Deutschen Botschafter unsere Aufwartung. Geplant war ein Vortrag über die Arbeit der Botschaft mit einem kurzen Grußwort des Hausherrn. Aber über eine Stunde erzählte Hans Henning Blomeyer-Bartenstein über sich, das Gebäude und seine Aufgaben in Wien.

Nach einem kurzen Mittagessen im Hotel berichteten zwei Mitarbeiter des Wiener Seniorenbüros über die Angebote für SeniorInnen. (Dass durchgehend die weibliche Form aber mit großem I gilt, könnten wir auch bei uns übernehmen.) Wir lernten den Fonds Soziales Wien (FSW) kennen, der als Koordinationsstelle der unterschiedlichsten Einrichtungen und Organisationen in Stadt, Kreis und Land gilt. Alle unsere Fragen wurden beantwortet und zum Schluss sprachen wir eine Einladung aus: über den Kreisseniorenrat könnten wir uns in Ludwigsburg treffen und weitere interessante Ideen für Senioren erfahren.

Am Abend fuhren wir zum Heurigen, wo Österreichische Schmankerln und Wein aus dem eigenen Weingut eine passende Beilage zu den Wiener Liedern waren, die von zwei Musikanten vorgetragen wurden.

Der nächste Tag begann mit der U-Bahn-Fahrt vom Hotel zur Hofreitschule, wo wir die Morgenarbeit der Lipizzaner beobachteten und dann zu Fuß ins Burgtheater gingen. Die auf eine Stunde geplante Führung wurde durch unsere viele Fragen verlängert, so dass fürs Mittagessen nicht mehr viel Zeit blieb. Aber danach waren es nur ein paar Minuten zum Wiener Rathaus, wo wir von einer ehemaligen Besigheimerin empfangen wurden. Die Pressechefin erzählte interessant über die Historie des Hauses und gleichzeitig konnten wir die Vorbereitungen für die abendliche Filmpreisverleihung beobachten.

Weiter mit der U-Bahn zum Prater, wo einige von uns wirklich mit dem Riesenrad führen. Souvenirkauf und Kaffeetrinken rundeten den Nachmittag ab. Nach einer kleinen Pause fuhren wir zum Stephansplatz. Durch die Kärtnerstrasse spazierten wir zum ältesten Kaffeehaus Wiens, um dort zu essen und die Sieger des Rätsels zu küren. Wie bei allen bisherigen Reisen hatte Herr Jordan wieder einige Fragen zusammengestellt, deren Antworten am Donnerstagvormittag abgegeben werden mussten. Das Ganze ist als Spaß gedacht, es gibt keine Verpflichtung zur Teilnahme, aber die Auflösung wird immer von einer lebhaften Diskussion begleitet.

Bei dieser Reise kam die offizielle Stadtführung am letzten Tag: von 9 Uhr bis 14 Uhr waren wir mit Bus und auch zu Fuß kreuz und quer durch Wien und die Außenbezirke unterwegs. Danach hatten wir uns das Mittagessen im Gulaschmuseum verdient. Ein kleiner Spaziergang führte uns zum Bus, der uns am Nachmittag am Wiener Flughafen ablieferte, um nach Stuttgart zurückzufliegen.

Die nächste Reise wird wahrscheinlich nach Holland gehen zum Europäischen Gerichtshof, zu Grachten, Tulpen und Genever.